Gin bleibt in

ein Glas voller Gin
Gin ist in aller Munde - buchstäblich.

Pur oder im Cocktail: Mit einer enormen Sorten- und Aromavielfalt avanciert die Wachholder-Spirituose nicht nur zur beliebtesten Sommerdroge. Aus Bars ist Gin nicht mehr wegzudenken und kreative Keeper erfinden immer neue Drinks.

Man kann sagen: Gin ist in aller Munde, und zwar im buchstäblichen Sinne. Auch wenn inzwischen die Bartenderelite die Nase über die fast täglich erscheinenden Gin-Neuheiten rümpft, verdanken wir es gerade den deutschen Herstellern, dass auch die letzte Gin-Phobie inzwischen ausgeräumt wurde. Unter den neuen Destillaten finden sich zwar nicht nur Juwelen, doch schaffen es auch immer mehr heimische Gins, das Universum des Wacholderelixiers zu komplettieren und den britischen Stars geschmacklich Paroli zu bieten.

Während die Definition von Gin lediglich die Aromatisierung durch Wacholder vorschreibt, stehen der Experimentierfreude vieler Produzenten alle Tore offen. Da zahlreiche hiesige Gin-Hersteller früher Obstbrenner waren, wird gerne versucht, viel Frucht-Aromatik ins Destillat zu bekommen. Die Geschmacksvielfalt jedenfalls ist riesig. Allein in Deutschland gibt es inzwischen mehr als 100 Gin-Destillerien.

Gerade aus Bars ist diese Spirituose nicht mehr wegzudenken. Ein Gin-Verfechter ist Andreas Till, Chef des Münchner Szene-Lokals „Pacific Times“. Er schenkt hinter seinem Tresen allein rund 150 verschiedene Mixturen an Gin & Tonics aus. Till sagt selbst: „Gin lässt sich komponieren wie ein Parfüm“.

Während in den Sommermonaten das Thema Gurke im Gin & Tonic als besonders erfrischend gilt, wird aber auch häufiger zu den würzig, blumigen Vertretern gegriffen. Aromen wie Basilikum, Ingwer oder Lavendel verleihen den Gins, egal ob pur oder als Verstärkung im Drink, ein Alleinstellungsmerkmal.

Als populärste Gin-Trinkerin ging übrigens die britische Queen Mum in die Geschichte ein. Ihren Gin & Tonic im „Victorian Style“ genoss sie täglich. Selbst ihre Torte zum 100. Geburtstag war angeblich mit dem Wachholder-Schnaps verfeinert. Geschadet hat es ihr offensichtlich nicht. Sie wurde 102 Jahre alt.

Mareike Hasenbeck

Mareike Hasenbeck

Mareike Hasenbeck is a freelance journalist with her own craft beer blog (Feiner Hopfen), she is also a beer sommelier and an international expert for beer sensory certified by the DLG (German Agricultural Society).

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