Themenwoche Prozessoptimierung: Verknüpfung von Marketing und Technik

Je besser die Technik organisiert ist, umso mehr kreative Möglichkeiten bieten sich dem Marketing. Für das Getränkemarketing ist Technik ein echter Partner.
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Marketing und Technik sind nicht immer die besten Freunde. Dabei gilt, je besser die Technik organisiert ist, umso mehr kreative Möglichkeiten bieten sich dem Marketing. Diese grundsätzliche Erkenntnis sollte dazu führen, dass das Marketing die Technik im Unternehmen nicht nur als Erfüllungsgehilfen sieht, sondern als echten Partner – auch in der Getränkeindustrie.

Schon jetzt gibt es unzählige Varianten, Prozesse so zu optimieren, dass die Produkte dem Markt hochflexibel, absolut sicher und „just in time“ bereit gestellt werden können. In Zukunft wird es noch viel feinere Möglichkeiten geben. Die Gelegenheit für das Marketing, technische Neuerungen zu begleiten. Industrie 4.0 ist in aller Munde – ein Teilaspekt ist die intelligente Fabrik, die „smart factory“. Dieser Begriff steht für die Vision einer technischen Anlage, beziehungsweise einer Intralogistik, die sich weitgehend ohne menschliche Eingriffe selbst organisiert. Gelingen soll dies durch die perfekte Kommunikation unter anderem zwischen Produkt und Maschine.

Marketing und Technik: ein Gewinn für beide Seiten

Der Nutzen für das Marketing? Nun, im Rahmen einer Werbekampagne wird für ein großes Event eine definierte Losgröße einer speziellen Verpackung benötigt. Über die Software des Prozessleitsystems werden die entsprechenden Daten eingegeben. Die Maschinen organisieren sich selbst. Die bestellte Menge wird fristgerecht und vor allem wirtschaftlich produziert. Und das alles in kürzester Zeit. Das gleiche gilt beispielsweise für die Herstellung eines ganz speziellen neuen, vom Marketing gewünschten Produktes im Sirup-Raum, zum Beispiel eines Fruchtsaftmischgetränkes. Die Voraussetzungen für solch eine hochflexible Produktion sind unter anderem kürzere Umrüstzeiten. Auch die schonende Verarbeitung neuer sensibler Produktideen stellt höchste Anforderungen an die Technik. Auch hier gilt, je besser die Prozesstechnik organisiert und vernetzt ist, umso stärker profitiert das Marketing: es kann flexibel auf Trends reagieren und neue Produktideen zielgerichtet und mit relativ kurzer „time-to-market“ umsetzen.

Prozessoptimierung schützt das Vertrauen in die Marke

Ähnlich verhält es sich bei Produktsicherungssystemen. Wer schon einmal einen Produktrückruf zu handhaben hatte, weiß wovon die Rede ist. In der Getränkeindustrie ist es mittlerweile extrem wichtig, eine durchgängige Kontrolle bei der Produktherstellung und -abfüllung gewährleisten zu können sowie Trackingsysteme zur Rückverfolgbarkeit von Produkt- und Abfüllchargen zur Verfügung zu haben. Nur so ist es möglich, bei einer Verbraucherreklamation die Produktionsdaten hieb- und stichfest nachweisen zu können, dadurch etwaige Schadensersatzanforderungen zu vermeiden und einen Imageschaden von Produkt und Unternehmen fern zu halten. Summa summarum: Das Vertrauen in eine Marke ist fragil und schützenswert, eine permanente Prozessoptimierung ist dafür eine unabdingbare Voraussetzung.

Marketing und Technik gehen Hand in Hand: Mit einer guten Technik im Rücken, kann das Marketing seine Möglichkeiten voll ausschöpfen. Das Thema Prozesstechnik für sichere Getränke ist auch eines der Hauptthemen des drinktec Forums. Dr. Ana Lucia Vàsquez-Caicedo vom Fraunhofer Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB beschäftigt sich mit „Future Applications of High-Pressure Technologies in the Food- and Beverage Industry“ und Karin Pawlowsky von Campden BRI, Großbritannien mit “The microbiological challenges of developing novel beverages“. Die drinktec ist die ideale Plattform, um Technik und Marketing in der Getränkeindustrie enger zusammenzuführen. Noch mehr Impulse, Vorträge und Inhalte zum Thema Getränkemarketing auf der drinktec gibt es hier.

Andra Gerhards

Andra Gerhards

Andra Gerhards is a freelance journalist and copywriter. She focuses on topics such as marketing for town councils and local companies, (sustainable) consumption and retail.

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