Kunst und Marketing: Eine spannende Symbiose

Ausgefallene Etiketten
© Pixabay, User: KRiemer

In Zeiten von stark visuell geprägten Social-Media-Kanälen spielen Aufsehen erregende Etiketten eine immer bedeutendere Rolle. Gerne schmückt man sich mit inspirierenden Designs, ob auf Instagram, dem heimischen Tisch oder unterwegs. „Kunst für alle“ sozusagen.

So viel steht fest: Mit originellen Inhalten, Storys oder Verpackungen gewinnt das Marketing die Aufmerksamkeit des Kunden. In den vergangenen Jahren sind besonders Hersteller von hochprozentigen Alkoholika mit künstlerisch gestalteten Etiketten aufgefallen. Inzwischen setzen auch Champagnerproduzenten sowie Bier- und Wasserhersteller gezielt auf Kunst auf dem Etikett.

Kooperationen steigern Bekanntheitsgrad für Künstler und Produkt

Kooperationen mit herausragenden, international bekannten Künstlern sind hier hoch auf Kurs. Im Grunde profitiert das Unternehmen vom Bekanntheitsgrad und dem Ruf des Künstlers. Der Multiplikator-Effekt: Die Fans des Künstlers unterstützen das Ganze natürlich auch. Ein bekanntes Beispiel und gleichzeitig Vorreiter dafür war Absolut Vodka. Bereits in den Achtzigern engagierte das Unternehmen einen der ganz Großen der zeitgenössischen Kunst, die Pop-Art-Ikone Andy Warhol. Der enorme Erfolg der Kampagne ebnete den Weg für weitere zugkräftige Kooperationen mit Künstlern wie Keith Haring oder der Fotografin Annie Leibovitz. Auch Dom Pérignon hat Sonderauflagen mit der Sängerin Björk, Karl Lagerfeld oder dem Ausnahmeregisseur David Lynch geschaffen. Unter dem Motto „Kann man Kunst schmecken“ ist die Sektkellerei Mumm mit limitieren Sondereditionen unterwegs. Sogar aus dem Biersegment lässt die Kunst grüßen: Warsteiner begeisterte Kunstfans mit seiner Art Collection.

Marketing: Auf Newcomer setzen und Image aufbessern

Anders herum geht es natürlich auch: Newcomer in der Kunstbranche, die noch weniger bekannt sind, können über Kooperationen ihre Bekanntheit steigern. Ein Pluspunkt für das Marketing: Die Förderung von Kunst ist enorm imagesteigernd für Unternehmen. Derartiges Engagement wird von der Öffentlichkeit gut angenommen. Diesen Weg geht aktuell auch PepsiCo mit seinem Premium-Wasser LIFEWTR. Die kreativ gestalteten Etiketten sollen den Künstlern den Durchbruch ermöglichen und ihre Bekanntheit steigen.

Kunst-Kampagnen über Etiketten hinaus

Übrigens liegt, wie Absolut Vodka eindrucksvoll beweist, in Kunstkampagnen noch mehr Potential als nur die Etikettengestaltung. So ist aus dem ehemaligen Firmenmuseum des Wodkaherstellers das Spritmuseum hervorgegangen. Es präsentiert Ausstellungen zur Alkoholkultur in Schweden. Außerdem vergibt das Unternehmen den hochdotierten Kunstpreis „Absolut Art Award“ und auf www.absolutart.com lässt sich Kunst online shoppen.

Das Thema Etikettengestaltung lässt sich beispielsweise bei der „World of Labels“ auf der drinktec, in der Halle A2,vertiefen. Hiermit wurde ein eigener Ausstellungsbereich geschaffen, der speziell für Marketingfachleute und Hersteller von Etikettiertechnik und Etiketten enorm viele Anregungen bietet. Darüber hinaus steht mit der Innovation Flow Lounge allen Marketingexperten eine spezielle Inspirationsquelle für sämtliche zukunftsweise Vermarktungsstrategien – wie beispielsweise der hier vorgestellten Kunst- und Marketingkombination – zur Verfügung.

Die Innovation Flow Lounge wird unterstützt von:

  • Döhler
  • FoodBev Media
  • KHS
  • Sahm GmbH
Andra Gerhards

Andra Gerhards

Andra Gerhards is a freelance journalist and copywriter. She focuses on topics such as marketing for town councils and local companies, (sustainable) consumption and retail.

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