Themenwoche Produktsicherheit: Gesundheit der Konsumenten hat oberste Priorität

Produktsicherheit ist für Brauereien ein zentrales Thema. Auf der drinktec erfahren Besucher alles rund um technische Innovationen in diesem Bereich.
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Produktsicherheit ist für Brauereien ein zentrales Thema. Was die Brauindustrie heute zwingend tun muss und welche technischen Innovationen dabei hilfreich sind, erfahren Besucher auf der kommenden drinktec.

Brauereien: Gesundheit des Kunden und Qualität des Produkts sind das A und O

Die aktuelle Berichterstattung über die Fipronil-Eier zeigt, wie wichtig Produktsicherheit bei der Herstellung von Lebensmitteln ist. Das gilt auch für Bier, das nach den Regeln des Reinheitsgebotes nicht nur für Geschmack, sondern auch für Qualität, Hygiene und Gesundheit steht. Brauereien müssen ihren Fertigungsprozess heute über die gesamte Wertschöpfungskette – von der Rohstoffannahme bis hin zur Verpackung – einem permanenten Kontrollprozess unterziehen. Die Zielsetzungen der Richtlinie über die allgemeine Produktsicherheit bestehen darin, die Gesundheit der Konsumenten zu schützen. Der Konsument darf durch das Produkt keinerlei Schaden erleiden –weder beim Verzehr noch beim Berühren oder Transport der Verpackung. Eine der wichtigsten Vorkehrungen bei der Produktsicherheit ist die Vermeidung der sogenannten mikrobiellen Kontamination, also ein Infekt durch Bakterien oder Viren. Brauereien tragen eine große Verantwortung gegenüber ihren Kunden. Bei der Säuberung ihrer Anlagen legen sie großen Wert darauf, dass darauf spezialisierte Unternehmen wie „ECOLAB“ die Hygiene sicherstellen. ECOLAB wird seine Innovationen in diesem Bereich auf der kommenden drinktec präsentieren.

Etikett dokumentiert Produktsicherheit

Produktsicherheit endet jedoch keineswegs bei Hygiene und Produktion. Die Kennzeichnung auf dem Etikett ist genauso wichtig. Diese orientiert sich bei Bier und Biermischgetränken im Wesentlichen an europäischen und nationalen Vorschriften. Brauereien sind verpflichtet, korrekte Angaben etwa über Zusatzstoffe, Alkoholgehalt oder Haltbarkeitsdatum auf das Etikett zu schreiben. Seit 2014 müssen sie außerdem kennzeichnungspflichtige Zutaten, die allergene Wirkung haben oder Unverträglichkeiten auslösen können, im Zutatenverzeichnis besonders hervorheben. So entwickelte beispielsweise die Paul Leibinger Group dafür ein flexibles Kennzeichnungssystem, das auf Glas, PET oder Metall druckt. Das Tuttlinger Unternehmen ist ebenfalls Aussteller auf der kommenden drinktec.

EU-Richtlinien zur Produktsicherheit

Nicht nur das Etikett, sondern auch Verpackung und Gebinde unterliegen EU-Richtlinien für Produktsicherheit: So dürfen Bierkästen keine scharfen Kanten haben und Kronkorken sollen niemand verletzen können. Flaschen müssen außerdem so beschichtet sein, dass der Inhalt bei Transport und Lagerung geschmacklich nicht „umkippt“ und Fehlaromen produziert. Konsumentenschutz gilt auch bei den Fässern, die dem CO2-Druck standhalten müssen. Als Spezialisten für Fassware gelten etwa die „PET-Einweg-Kegs“ von Dolium aus Belgien, die rostfreien Stahlfässer von THIELMANN aus Spanien und auch die Edelstahl-Kegs der Blefa GmbH aus dem westfälischen Kreuztal – allesamt Aussteller auf der kommenden drinktec.

Anhand von Anwendungsbeispielen aus der Praxis werden auf der drinktec auch Technologien aufgezeigt, die eine deutliche Kostensenkung versprechen, während die Produktsicherheit gewährleistet wird. Besucher können sich auch über Einzelmaßnahmen wie Hygiene und Reinigung, Kennzeichnungen und Verpackungen informieren. Rund 50 Prozent der Aussteller präsentieren beispielsweise modernste Verpackungslösungen. Im Ausstellungsbereich der „World of Labels“ in Halle A2 bieten auch Hersteller der Etikettier-Technik ihre Dienstleistungen an. Weitere Informationen finden Sie im drinktec Rahmenprogramm.

Mareike Hasenbeck

Mareike Hasenbeck

Mareike Hasenbeck ist freie Journalistin, Craft-Bier-Bloggerin von Feiner Hopfen sowie Biersommelière und international DLG geprüfte Sachverständige für Bier-Sensorik.

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