Senkrechtstart mit „Don Limone“

© Munich Brew Mafia // Brauvorgang Citra Pils "Don Limone"

Auf dem drinktec-Blog werden regelmäßig die wichtigsten Newcomer der Craft-Bier-Szene vorgestellt. Dieses Mal das innovative Startup namens „Munich Brew Mafia“ aus München, das seine kreativen Sude, darunter das Erfolgs-Pils „Don Limone“, auf dem place2beer in Halle B1 präsentiert.

Eigentlich steht das Projekt der „Munich Brew Mafia“ erst am Anfang. Denn vor knapp einem Jahr drückte Dario Stieren noch die Schulbank in der ältesten Bieruniversität der Welt. Der 27-jährige studierte Brauwesen an der TU München (Technische Universität) in Weihenstephan. Inzwischen ist er Diplom-Braumeister, Bier-Sommelier und Chef seiner eigenen Firma. Sein Geschäftspartner und langjähriger Freund Niklas Zerhoch laboriert derzeit noch für seinen Bachelor-Abschluss. Dennoch überraschten die beiden Münchener im vergangenen Jahr mit einem Senkrechtstart und gelten bereits als eines der angesagtesten Newcomer-Teams der deutschen Craft-Bier-Szene. Ihre Kreationen verkaufen sie inzwischen nicht nur bundesweit, ihr Ruf eilt ihnen auch in anderen Ländern voraus.

Eine frühe und umfassende Leidenschaft für außergewöhnliche Biere

Auch wenn die Liebe zum Bier den beiden bayerischen Newcomern nicht gerade in die Wiege gelegt wurde, gelten Stieren und der 29-Jährige Zerhoch als wahre Experten. Schon mit 16 Jahren, als ihre Schulkollegen noch an der Limo nuckelten, probierten sich die Münchener schon durch spannende Gerstensäfte – das Verkosten gilt neben dem Brauen seit jeher als ihre Leidenschaft. Die beiden Bierbegeisterten jobben nebenbei seit Jahren im „Tap House“, der wohl wichtigsten Craft-Bierbar der bayerischen Landeshauptstadt. Dort stehen sie vor einer Sortenvielfalt von mehr als 200 verschiedenen internationalen und immer wieder wechselnden Bieren. Verständlich, dass sie die Chance nutzen, sich an diesen Suden regelmäßig weiterzubilden.

Vom Heimbrauer zum Award-Gewinner

Der Weg zur „Munich Brew Mafia“ führte durch alle Niederungen der Heimbrauer-Welt. Bevor das Duo Stieren/Zerhoch ihr erstes Bier auf den Markt brachte, brauten sie sechs Jahre lang hobbymäßig in der Wohnungsküche. Der erste große Sud der „Munich Brew Mafia“ war ein 5,3-prozentiges Pils namens „Don Limone“, das mit der amerikanischen Hopfensorte Citra vierfach aromatisiert wurde. Überhaupt sind die Rohstoffe vom Aroma- oder Bitterhopfen über Malze bis hin zu den Hefen ein wichtiges Thema – nicht nur in der Craft-Bier-Szene. Die Möglichkeiten in der Zusammenstellung unterschiedlichster Verfahren sowie neuer und bekannter Zutaten sind nahezu grenzenlos: Einmal schossen die Münchener den Sud sogar durch eine Hopfenkanone, um noch mehr Geschmack zu erzielen. Ergebnis: Ein hellblondes Pils, das besonders grasig und frisch nach Zitrone und Orangenschale duftet. Auch heute gilt es noch als Flaggschiff im vielseitigen Angebot.

Inzwischen begeistern die jungen Wilden die Craft-Bier-Szene mit mehr als fünf Sorten. Aktuell gewannen die Bayern für ihr „Habemus Cervesiam“ – ein sogenanntes Dubbel mit Rauchmalz – die Goldmedaille beim „Meiningers International Craft Beer Award“, der hierzulande wohl wichtigsten Craft-Bier-Auszeichnung, bei der u.a. die drinktec als Sponsor fungiert.

Da die „Munich Brew Mafia“ noch keine eigene Brauerei besitzt, produzieren Stieren und Zerhoch in der Old Factory der Camba Bavaria in Gundelfingen. Hier stehen alle Gerätschaften für den Brauprozess bereit und dürfen von Machern ohne eigene Anlage genutzt werden. „Da kann man wenigstens ganz autonom produzieren, ohne dass sich jemand einmischt“, schwärmt Dario Stieren.

Neue Sude für vielfältige Aromen

Stieren und Zerhoch überraschen ihre Fans gern mit neuen Suden. So wird es auch auf der drinktec für Messebesucher neben dem bisherigen Sortiment noch etwas ganz Besonderes geben. Alle Biere der „Munich Brew Mafia“ können neugierige Gäste im place2beer probieren – dem Treffpunkt für Bierliebhaber. Hier stehen die wohl kreativsten und spannendsten Newcomer der Craft-Bier-Szene an ihren Ständen bereit, um gern auch über ihre Projekte und neue Sude zu sprechen. Halle B1 wird damit zu einem Hot-Spot für Liebhaber ganz ungewöhnlicher Biere – und natürlich von deren Rohstoffen: Hier werden nicht nur vielfältige Aroma- und Bitterhopfen, Standard- und Spezialmalze sowie Malzextrakte vorgestellt. Denn bis zu 80 Prozent der Aromen steuert eine Größe bei, die oft übersehen wird, die auf der drinktec aber ebenfalls ein Forum findet – die Hefe. Außerdem gibt es Live-Degustationen und Diskussionsrunden zu aktuellen Themen wie „Frauen und Bier“ oder „Bier und Food“. Einen Überblick finden Sie in der Termindatenbank der drinktec.

Mareike Hasenbeck

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