Print to be free – Direktdruck schafft Freiheit für das Marketing

© Krones

Was am Getränkeregal in nächster Zeit besonders gut ankommt, ist trotz aller Marktforschung nicht ohne weiteres absehbar. Oft lösen Filme, Serien oder massiv gelikte Internetvideos kurzfristig unvorhergesehene Hypes aus. Trends kommen und gehen eben – mit dem Direktdruck hat das Marketing aber ein Werkzeug an der Hand, das ihm schnelle Reaktionszeiten im Verpackungsdesign erlaubt.

Innerhalb kürzester Zeit lässt sich so ein Etiketten- bzw. Verpackungslayout umsetzen. Damit sind schnelle Reaktionen auf den Markt mit all seinen Veränderungen möglich. Ein Beispiel: Im letzten Sommer erregte die belgische Brouwerij Martens Aufsehen mit ihrem Dagschotel-Bier. Für eine Spielfilmkampagne wurden deren PET-Flaschen mit Pixelmustern bedruckt, die über eine eigens kreierte Smartphone-App die Charaktere einer Sitcom virtuell zum Leben erweckte. Scannte man zwei Codes gleichzeitig, wurde sogar ein Wortwechsel der Figuren simuliert. Nicht schlecht, oder?

Megatrend Individualisierung

Das Frankfurter Zukunftsinstitut hat die Individualisierung als einen Megatrend ausgemacht. Und auch Verpackungsspezialisten sehen individuelle und personalisierte Designs als einen der entscheidenden Faktoren am Point of Sale. Ein erfolgreiches Beispiel war die bereits vor einiger Zeit gelaufene „Meine Coke“- Aktion. Besonders ausgefallene Designs sind ebenfalls als Blickfang gefragt und zeigen die Einzigartigkeit einer Marke. Mittels Direktdruck kann theoretisch jede einzelne Flasche individualisiert ausgestattet werden. „Der Trend zum individuellen Flaschendesign setzt sich fort und wird noch weiter zunehmen“, bestätigt Prof. Dr.-Ing. Matthias Niemeyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der auf der drinktec ausstellenden KHS AG Dortmund, und hebt dabei speziell auf den Direktdruck ab.

Die Auflegung von Sammler-Editionen bietet weitere spannende Möglichkeiten für das Marketing, zum Beispiel für Großveranstaltungen. Wenn die Rolling Stones während der drinktec am 12. September das Münchener Olympiazentrum rocken, dann wäre das zum Beispiel durchaus einer digital gedruckten Sonderauflage würdig. Direktdruck erlaubt die schnelle Unterstützung von Marketingkampagnen und Produktneueinführungen. Darüber hinaus ermöglicht das kontaktlose Aufbringen, dass Formen, Bereiche und Strukturen bedruckbar sind, die für eine herkömmliche Etikettierung nicht geeignet wären. Ergänzend können spezielle und ausgefallene Behälterformen kreiert werden, die das gewünschte Aufsehen am Verkaufsregal erregen. Nicht zu vergessen ist die Möglichkeit, aktuelle Links zu Social-Media-Kanälen zu platzieren.

Interessante Option: Klebeetiketten und Digitaldruck kombinieren

Ebenfalls einen Gedanken wert sein könnte das Einbringen spezifischer Informationen in ein generelles Master-Design: also die Kombination von Klebeetiketten und Digitaldruck. Sicherlich eine interessante Option. Neben den Marketing-Vorteilen stellt ein möglicher Verzicht auf Etiketten auch eine Verbesserung der Nachhaltigkeit dar. Es muss nur noch die Menge produziert werden, die auch tatsächlich benötigt wird. Es entstehen keine Restbestände. Digitaler Druck kann damit auch Kosten senken und die Umwelt schonen. Heutzutage ein wichtiges Marketingargument.

Auch wenn man beim Direktdruckverfahren noch nicht von einem echten Durchbruch sprechen kann, hat sich gezeigt, dass es sich inzwischen auch in der Industrie einsetzen lässt. „Die Druckqualität beim Direktdruck wird immer besser, die Geschwindigkeit immer höher“, urteilt Stefan Richter, Head of Inspection and Labelling Technology des drinktec Ausstellers Krones AG, Neutraubling. Eine intensive Auseinandersetzung mit den vielfältigen Möglichkeiten bietet das drinktec Forum. Hier spricht am 12. September um 15 Uhr Jean Schrurs von Cape Decision zum Thema „Direct Printing – Brand customization through digital printing“. An allen Messetagen präsentieren rund 50 Prozent der Aussteller Verpackungslösungen – in dieser Bandbreite ist das einmalig. Zusätzlich hat die drinktec mit der World of Labels einen eigenen Ausstellungsbereich (Halle A2) speziell für Hersteller von Etikettiertechnik und Etiketten geschaffen.

 

Andra Gerhards

Andra Gerhards

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1 Response

  1. Hartmann Alex sagt:

    Direct Print is FUTURE absolutely!!

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