8 heiße Tipps für Hobbybrauer

Hobbybrauer Tipps
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Für das eigene Bier brauchen Hobbybrauer neben dem richtigen Equipment vor allem ausreichend Fachwissen sowie ein Quäntchen Mut. Mit diesen Tipps kann fast nichts mehr schiefgehen.

Seit immer mehr Individualisten die Lust am Bier entdeckten, ist der Trend zum Hobbybrauen weltweit ungebrochen. „Do it yourself“ lautet das Motto vieler Bierliebhaber, die in ihren Küchen, Garagen oder Waschkellern teilweise ganz ungewöhnliche Sude kreieren. Umso mehr sind Einkocher, Mini-Braukessel und Gär-Eimer derzeit die Renner in jedem Homebrew-Shop. Internet-Foren für Nachwuchsbrauer erzielen immer neue Mitgliederrekorde und auch die Braukurse boomen. Zusätzlichen Ansporn geben inzwischen auch rund um den Globus zahlreiche Wettbewerbe nur für die Kreationen von Freizeitbrauern. Doch der Prozess, bis das eigene Bier bei ansprechender Qualität ins Glas kommt, ist komplizierter als man denkt. Hier kommen acht nützliche Tipps:

1. Hobbybrauer-Literatur

Durch das wachsende Interesse am Heimbrauen, gibt es inzwischen auch immer mehr Bücher zum Thema. Jeder Neuling sollte sich vor dem ersten Sud passende Literatur zulegen, in die Materie einlesen und sich die wichtigsten Schritte merken. Diese Werke eignen sich beispielsweise als Starter: „Craft Bier einfach selber brauen“ von Ferdinand Laudage, „Bier selbst gebraut“ von Klaus Kling oder „Bier brauen – Handbuch für den Heimbrauer“ von Richard Lehrl.

2. Biersteuer

Jeder Sud, ganz egal welche Menge, muss rechtlich gesehen dem Zollamt gemeldet werden. Denn die Produktion von Bier ist hierzulande steuerpflichtig. Ein Hobbybrauer darf aber bis zu zwei Hektoliter (200 Liter) pro Jahr herstellen, ohne Biersteuer zu zahlen. Allerdings ist das Bier auch nur für den Eigenkonsum erlaubt. Wer also sein eigenes Bier brauen will, muss dem Hauptzollamt folgendes mitteilen bevor der Kessel angeheizt wird: Datum, Herstellungsort und voraussichtliche Menge. Mehr dazu unter www.zoll.de.

3. Equipment

Wer sein eigenes Bier produzieren möchte, braucht auf jeden Fall die richtigen Utensilien. Dabei sollte sich jeder vorher über die Investition Gedanken machen, da die Preisunterschiede je nach Ausrüstung gewaltig variieren. Inzwischen gibt es jedoch viele Brau-Sets wie etwa das Baukasten-System namens „Das Bier“, das „Braufässchen“ oder das Kit von „Dein Brauwerk“, bei denen der Prozess deutlich vereinfacht wurde. Doch für alle die wirklich selbst produzieren möchten, bieten sich eigentlich nur richtige Töpfe an. Hier gibt es inzwischen eine ungeheure Vielfalt an Möglichkeiten, vom 30-Liter-Einkocher über professionelle Kessel. Am bekanntesten sind hier etwa die Marken Speidel, Blichmann aber auch „Hopfensau“ und „Braueule“ oder die Ausrüstung von „Brewpaganda“. Online-Preisvergleiche sind empfehlenswert.

4. Rezept

Einfach drauflos brauen ist absolut sinnlos. Jeder Hobbybrauer sollte sich vorher überlegen, was er denn eigentlich brauen möchte: Welche Biertypologie, mit welchem Alkoholgehalt und in welcher Geschmacksrichtung. Aber keine Angst: Von Helles, Pils und Weißbier über India Pale Ale, Stout oder Porter ist alles auch zuhause möglich. Auf Plattformen wie hobbybrauer.de oder in der Fachliteratur finden Freizeitbrauer unterschiedliche Rezepte und Tipps zur Erstellung eines eigenen Sudes

5. Zutaten

Wer ein gutes und aromatisches Bier brauen will, der sollte nur die besten Rohstoffe verwenden und keinesfalls daran sparen. Auf speziellen Webseiten wie „Hopfen und mehr“, „Amihopfen“, „Hobbybrauerversand“ oder „Weyermann“ können Hausbrauer ihre benötigten Zutaten bestellen. Und wenn man ein wirklich geschmackvolles Bier möchte, von den Lieblingszutaten immer ein wenig mehr in den Kessel packen, als die gängigen Rezepte es empfehlen.

6. Reinheit

Um Infektionen im Bier zu vermeiden, sollte unbedingt während des ganzen Prozesses sauber gearbeitet werden. Es empfiehlt sich Kessel, Kochlöffel, Flaschen und alle anderen Geräte vorher gründlich mit kochendem Wasser zu reinigen und auch während des Brauvorganges auf absolute Reinlichkeit achten.

7. Tagesaufgabe

Für alle, die zum ersten Mal brauen: Ein Brautag ist zeitaufwendig. Was Hobbybrauer also unbedingt neben Lust am eigenen Produkt mitbringen sollten, ist viel Zeit und vor allem Geduld. Es hat schon seinen Sinn, dass längere Rasten einzuhalten sind, geläutert und der Hopfen längere Zeit gekocht werden muss.

8. Vergnügen

Um noch mehr Spaß am Brautag zu erleben, rührt man am besten nicht allein im Kessel, sondern lädt sich Freunde oder Familie ein. Und nicht zu vergessen: Es sollte ausreichend Bier im Kühlschrank stehen – andere Sorten dienen schließlich als ständige Inspirationsquelle und mit einem kleinen Schluck zwischendurch steigert sich die Freude am handwerklichen Brauen.

Wir wünschen viel Erfolg beim Kreativ-Brauen!

Mareike Hasenbeck

Mareike Hasenbeck

Mareike Hasenbeck is a freelance journalist with her own craft beer blog (Feiner Hopfen), she is also a beer sommelier and an international expert for beer sensory certified by the DLG (German Agricultural Society).

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